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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Vnd ligst In der kisten als ain knoll.

In der kisten pistu todt

Ynd In dem fcyr leystü grosse nodt.

Der zagel sprach: furbar pistü gold,

5 Dy frauen sindt mir gar holdt.

Das gold sprach: wir solln nit ab lan,

Wir sollen mit einander für dy frauen gan.

Dem zagel was zu lauffen gach,

Das gold schleicht hinten nach,io Sy komen an als gefer

Zu ainer junckherin, dy ging dort her.

Das gold legt dy redt der frauen für,

Der zagel stundt auch pey Ir.

Dy fraw hört dy sach von In paiden.

Hs. 42,260 b Dem zagel geschach nit so laide.

Dy fraw Avas ain JunckherinVnd het des golds guten gbin.

Sy sprach: mein vil liebes goldt,

Ich pin dir Im herczen holdt.

20 Du pist mein herr vnd dein knecht.

Da mit was dy sach schlechtt.

Der zagel wart gesc.hweyget,

Gegen dem goldt er sich neiget.

Wer mir, gliickes pildt,

25 Wie pistu mir heut so wilt

An dem selben tag!

Wen Ich wol gesprechen mag:

Der solichen frawer geb rodes goldt,

Sy wem den wylden wolffen holdt.

30 Alle weib haben nit solche hytz.

Der selben frawen was ein fymvitz,

Das sy den zagel vertrybVnd pey dem golde pelyb.

Das goldt pringt der myn kaynen frumen . . .

35 .

Vnd etlich frawen pegündenDes zagels mangeln vil stünden.

20. ? und ich, 24. ? We mir. 28. ? frawen. 35. Fehlt eine zeile?