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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Die jungfraw gedocht ir leyde.

Sie hieß bald ir meydeSuechen das strigellein.

Selber wuet sie bin nein.

5 Der her begünd in suchen,

Doch bet er in in der brueche.

Do sie suchten ein halben tag,

Der her sprach: ich en magHs. 2 ,102= Leyder nit lenger beyten,io Ich mues heim reyten.

Das ich ye wart geborn,

Das mues mir wesen zornVnd mues mir sein ymmer leyt,

Sprach der ritter gemeyt.

15 Doch was es sein lauter spot.

Die fraw clagt es got.

Der ritter sprach: siezt auff! wol dann!Wir sollen reytten von hynnan.

Do sprach die fraw mynnecklich:

20 Von hynnan nymmer kvm ich,

Ich find dann das striegelleinOder es mues mein ende sein.

Wer mir guttes günne,

Der such mir meyn wiinne!

25 Wann alle fretid mein

Leit an disem strigellein.

Do sprach die selb megetein:

Mag es anders nit gesein,

So wil ich hie bleyben30 Mit meyn kammerweyben

Bis an die seligen stund,

Ob mir mögt werden kvnd,

Daß funden wurd der Striegel,

Der wer mir über, den ein ygel.

35 Der ritter was hoch gemuet.

Er geseget die jungfraw gut.

Das gut er alles zu im nam.

Er reyt vil pald hin dan