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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 57, 14

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Hs. 57,14 b

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1. Diese

DIE WIEDERVERGELTUNG.

In einer stat gessessen warnZwen e man vor etlichen jarn,

Der yder hat ein schönes weih.

Der ein mit puln sein zeit verdreibVnd pult dem andern jnn sein frawe.Doch merkt jr man ir auff genaweVnd det, sam wollt er über feilt,

Vnd pleib im hauß doch vnvermellt.

Die fraw nach jhenem eman sant.

Der machtz nit lang vnd kam zu hant.

Hin in jr karner er sich verstalVnd schertzt mit jr, allz vor, zu mal.

Ir rechter man macht sich her fürVnd wart do losen an der thurVnd hört allz das, das sie begunnen.

Doch waß er selber einß besunnen,

Die thur er aussen wol versachtVnd ldopfft do an mit grosser machtVnd sprach: thu auff! ich kuin her wider.Noch einß hab ich vergessen sider.

Die fraw erschrak, west nit wo hin,

Dan jn die kist kam jr der sin.

Dar ein parg sie den fremden gast.

Ir man auch vor der thur nit rast,

Schickt heimlich nach des seihen frawen,Daz sie pald kern vnd liß jr zawen,

Oh sie jrn man wollt lebendig sehen.

Die fraw mit eil da hin wart neben.

Der man noch vor der kamer stund.

Überschrift ist von neuerer band.

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