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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Von minen friimlen hat er mich soMit sinen listen in diß eilende bracht.

Wie ich sin ledig werden mochte,

Wer mir des hülfe, dem wer ich hold,

5 Wie ich mit ime leben solt.

Der jiingeling sprach: Wolt ir mit mir?

Ich helft nch nach uwers herzen gir;

An gude, an fründe ich is wol vermag.

Ich gelebte nie keinen liebem dag.

10 Die frauwe sprach: hilf! mir dez!

Er sprach: Gerne, ich sage uch, wezIr begerent, ir sit iz gewert.

Mit mir so sint ir unerfert.

Wan dis gedencze ein ende hat,

15 Ich wil uch ftiren an die stat,

Do ir mogent sicher sin.

Sie sprach: gerne, der wille ist myn.

Daz gedenze sich da zurging schier.

Der frauwen kneclit sprach: frauwe, wir20 Sölden gen heryn, dez were gtit,

Min lierre gewinnet anders einen zornigen müt,Daz wir so lange sint gewesen.

Sie sprach: ich han uz erlesen,

Us. 61,1291 Mit dem ich lieber gan wil heim,

25 Wann zii gieme Schelme unreine; nein,

Ich wil nit mit dir gan, w r an du wilt.

Ich wil mit dem. zii haut sie zeit dem, mit dem sie willen hatte.

In sinen arme er sie nam zii stede30 Und ftirte sie hin. der knech daz sach,

Zu sime herren lief er gach.

Er sprach: Lügent, herre, wie deine si!

Min frauwe wil eime andern bi,

Der ftiret sie hin. sehent, wie sie gat!

35 Dem erbern manne waz balde not,

Er lief ir nach und rief sie an:

War wilt du, frauwe? gang hieher dan!

25. ? schelme unrein. 28. ? bete: stete. 30. ? knecht.