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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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11s. 61, 130

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Hs. 61,130b

Han ich die triiwen an dich geleyt?

Die frauwe im balde abe seit.

Der sie da fftrte, der spotte sin.

Der erber man quam in pin;

Die geweldigen rief er an,

Daz sie ime zii hülfe solden stan,

Und clagitte und seide yn da die mere,Alle sine gedete, rnd seite, wie eine were,Und biesch gerichte da von in.

Die sprachen: Gerne, daz sal sin.

Der junge man und auch daz wip,

Dar zti des erbern mannes lipIn gefengnisse worden da geleit,

Iegliches besiinder an underscheit.

Eins da by dem andern lagDie nacht bis an den tag.

Der stede wüste die gingent binZu dem fromden manne und frageten inMit züchten in, wie der Sache were.

Daz seide genczlich warheit erVon worte zii worte als sin werben,

Wie sin junger umb ir sterbenDurch iren willen gegebin bat.

Sie sprachen recht an der st-at,

Das er selber ryde zii.

Er sprach: Gerne ich iz diiwe.

Heißent machen eynen kreyß,

Stellend sie dar, dtint noch es,

Stellend mich an daz ander ende,

Dem jungen an daz dritte ir sende!

Kan ich mime wibe gereddenUnd für gesagen, daz sie,

Daz ir und mir recht gehört,

So sie die unziicht gar zurstort.

Kan aber jener, der nicht ir ist,

Gesagen ir einen andern list,

Wil sie mit ime, so gange!

19. ? zühten, wie. 22. ? er sin jugent. 25. ? er ir.