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Hs. 62, 74» AIN SPRUCH VON AINER FRAWEN,DIE AIN PFAFFEN BULETT, VNDWIE VIL SY IRNN MAN YNGLICKSANLEGETT.
5 Wann nyemantz nöttigs liett zu schaffen,
So wöltt ich sagen von ainem pfaffen,Wie vnkeünsch wonett in seinem leib.
Er bultt ahn pauren vmb sein weihVncl lüeß ir weder ru noch rast.
10 Sy sprach zu im: mein herr, wie vast
Ligtt euch mein gunst vncl liebe an?Seyd ich dann euch des büessenn kan,
So will ich daz bestellen wol.
Ich mach mein man heintt ebenn vol,
15 Das er hinftir treibtt kain vnfuor.
So bind ich an mein fuß ain schnür.Secht, herr, da laß ichs ein her gan.
Vnd weyst dem pfaffenn da die ban,
Ob ir nun ward der rechten weyl,
20 Im erstenn schlaff so sey eur eyl,
Hs. 62, 75 So ziecht die schnür vnd weckend mich!
Der pfaff sprach: gern, daz thu ich.
Also schied nun der pfaff daruon.
Die fraw die hollett iren man25 Ain grosse flaschen gfiiltt mit wein
Yncl sprach: nun laß vns frölich sein!Der paur der sprach: daz thu ich wol.Er tranck gar pald, daz er ward vol,
7. ? imkeusch. 24. ? irem.