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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Er wolt den tot E. leyden.

Do muest ich myn mynneMit waren Worten vnd synneIm geloben, daß han ich getan.

5 Wolt ir die warheit an wan

Auff eyn ende erfaren,

So solt ir nit lenger sparen,

So legt myn best cleyder an!

Get, dar ich im bescheiden han,

10 In vnsern wurcze garten!

Aida wil er myn warten.

Der her was eyn torecht man,

Daß er die red nit besan.

Ein feltiger mut wirt schir betrogen,15 * Wirt scharff syn dar ein gezogen.

Einfeltiger mut ist stet;

Kvmen awer weiß ret

Mit scharffen syn in die einfalt,

So wirt die einfalt mit gewalt20 In ir krafft gestört

Vnd wol zwifalt betört.

Do sie gesacli denselben manVnd die fraw wol versan,

Hs. 2,125c Das der her kvmmen was25 Durch des holfes palaß

In den wurcze garten,

Nu höret von der zarten!

Sie sprach: freunt, nu ge herVnd erfüll cleins herczen ger!

30 Der schreyber do zu ir trat.

Do wart aller sorgen matGesprochen an der selben stunt.

Ir mynnicklicher rotter muntWart do gekust an fride,

35 Do sie ir wunnebernde gelide

Gütlich zu samen brachtenVnd freuntlich in eyn ander flachtenNach suzzer mynne gelt.