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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Das mag wol sein ir groste quäl,

Das sie schon frawen gedin wol.

Der ander bruder sprach aber zu liant:

Geseht du ie so ein sewberlich hant?

5 Er sprach: swoger, weystu nit,

Das sie swerlich thuen nicht,

Das schreyber weis hend hon?

Wann sie grevffen selten anWeder die axt noch die hawen.

10 Dar vmb laß dein schawen

Vnd laß in haben sein gemach!

Zu hant der wirt zu der meid sprach:

Ganck vnd heis dein frawen vff sten!

Die meit in die kemnaten ging.

15 Das het sie vmb fing.

Sie sprach: fraw, ist euch worden bas?

Zu hant hegend sie mercken das,

Das die fraw nit dinne lack.

Yil ser sie zu hant erschrack.

20 Jr heicz was leides vol.

Zu hant begond sie mercken wol,

Hs. 2,190 Das die fraw bey dem schreyber lag.

Sie gab ir vor leid mangen slack.

Do ging sie wider für die tür.

25 Der wirt sprach: kumpt her für!

Sie sprach: her, wißet das,

Das ir nechten gar we was.

Ydoch wirt sie schir her für gen.

Do sah sie dort ein tisch sten,

30 De trug sie für die glut.

Sie sprach: ich mues dem schreyber tuen eyn gut.Jch sich, das der wint wehtVnd in der rauch nit sloffen let.

Den list het sie dar vm erdocht,

35 Das sie gern ir frawen het von dann bracht.

Do sie ein weyl geßassen,

Der frawen sie nit vergaßen.

30. ? Deo,