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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 50. 219h

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Viid wachen alle dise nacht.

Zw hant der gut mtinch sprach:

Dw magst wol on sorgenSchlaffen pis an den morgen.

Auff mein trew, er tliut dir nicht.

Sag mirs, ob dir ic.hs geschieht! .

Sie den prüder siezen pat,

Gar züchtigklich sie von ym trat,

Vnd da sie auß seinen awgen kam,

Gar weyt schrit sie doch nam.

Sie sprach: wolt yr pey mir pestan,

(Zw irn mayden) ichs wol zw pringen kan,Das mir die lieb frulit werMein allerliebster junckerHeint die nacht am arm mein.

Sie gieng vnd schloß auff yrn schreyn,Darynn sie ain gürtel vnd ainn peutel vant,Als es mir ist woru pekant.

Der gurtel der het hübscher varb vil,

Als ich euch yeczund peschayden wil.

Sie was rot, grün, weyß, vnd val,

Sie was auch lank vnd schmal.

Es was ain gross liebe pant.

Sie die gurtel nit zusamen want.

Sie trug yn gar offenpar

Dem guten mtinch dar

Vnd hieß yns pergen vnter sein clayt.

Er sprach: für war sey dir gesayt,

Nu wil ich tolung rwen tliaii,

Bis ich yn aber funden han.

Ich gib dirs mein trew,

Ich pring yn in dy rew,

Das er auff got trachttYnd dein liiczel achtt.

Sie machtt, das der gut ainfeltig manDer münch wurd ain rüffian,

Das er süst wenig het gethan,

Het er dye frawen reht kunnen verstan.