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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 50, 219

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Sie: was guter mer pringt jr mir?

Er sprach: ich hab cleins herczen girGeworben nach dem willen dein.

Warumb sagestu mir nichtz vom vingerlein?Sie sprach: ja es ist gewesen mein,

Wann ich gab ym darum!) das,

Das ich gedacht, ich muß ym auch etwasZw wider wechßel senden,

Daß er mich nit scholt sehendenAn meinen ern. das ist mir kunt.

Es geschach jn einer kurc-zeu stund,

Da er gieng dy Straße mein,

Do warft' er mir zw der tiir hineinEinen giirtel vnd einen pewtel in mein schos.Des nam mich wunder gros.

Im pewtel was der Rink vnd ain priefleyn.

Ich gedaht: was mag daran geschriben sein?

Da stund nit anders dran, denn von minn.

Da was ich in meinem synnAlso reht vngehewrVnd trug in zum fewr.

Darein warft ich yn allzu Iiant.

Auff mein trew er ist verprant.

Daran rach ich meinen zorn.

Er hat des mir aygentlieh geschworn,

Behielt er sein gesunt vnd sein macht,

Er wöll noch Leint auff dise nachtMir versuchen meine want.

Dasselb ich auch geschriben vant.

Er schreybt auch, wie hinten ain pose want sey,Daselbst sey ain fawlst pret pev.

Für er das als vmb ain har,

So mtißs es valln. das ist auch war.

So kuni ich denn von dem valleZw gespot vnd zu schalleVon meinen Nachpawrn.

Dariimb so muß ich lawru

32. ? Riir.