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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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cgm.713,150 DAS GREDLEIN ZU LICHTMESS.

Nu wil ich anhebenVncl will ein willig redenVon gar hübschen Sachen5 Vnd will sein nicht nil machen

Vnd will von schönen kriegen sagen,

Den die meid vnd die frawen miteinander haben,Den sie mit einander treiben,

So die diern nicht wil peleyben,io Die man doch gern hat.

So die lichtineß vergat,

So wil die diern von dannen strebenVnd will eim andern zu dinst leben.

So sie nu will daruon gan,

15 So hebt die frawe an

Mit gar guten sytenVnd begint, die mayd zu piten:

Gredlein, wiltu es noch thon?

Ich gib dir ein guten Ion.

20 Die diern sprach: ich entweiß,

Ich wiedersag, noch verheiß.

Sie tet recht fert als heuerVnd macht yren dienst teuer.

Hort, wie die fraw die diern pat,

25 So sy yn dein hauß umb gat.

Du hertzes liebes gredlein mein,

Ich wil dich furen zu dem weinVnd wil zu dem tantz gen mit dir.

Liebes gredlein, peleib noch pey mir!

30 Wie hastu dich so übel gestehet? *

ERZÄHLUNGEN. 15