224
Do hett sich ainer ins egklin gschmuckt.Ich sach wol, daz ez waz ain man.
Er trug ain grawen rock an.
Er sprach gar pald: ich bin kain dieb.Ich stee alhie durch frawen lieb.
Dein fraw die hat mir zilt zu ir.
Ich kam zu spatt. daz glaub du mir!Darumb bin ich herein geschloffen.
Noch heutt wer ich daruon geloffen.
Ich sprach: daz will ich machen new,
Du verhaist mir dann bey deiner trew(Dein ayd der soll auch sein darbey),Kom nymer, da mein fraw dann sey!Vnd fragt sy dich dann über morn,
So sprich: du habest sy verschworn.Darumb so thu ich daz erfarn.
Mein trewen dienst will ich bewarn.
Also gibt man mir speys vnd Ion.
Die fraw sprach: liebe, hastus than?
Seyd daz du mirs hast also gmessen,
Will ich dir das nymmermer vergessen.Hab dir mein treu vnd auch mein ayd!Mach mir mein laster nyendertt praitt!Darumb will ich dirs wol embietten,
Vnd will mich ewigklichen hietten,
Ob gott will vnd die mutter sein.
Du haust bewertt die ere mein.
Vnd hettestus meinem man geseitt,
So hett ichs nymmermer verdeutt.
Du haust mirs altz zum besten kertt.
Ain trewer eehalt ist golds werdt.
Nun secht, also zergieng der Strauß.
Er maintt, wanns durch die weit beschech,Daz yederman sich selbs ansech,
So schnitt wir niemantz ab sein eerVnd volgten nach des priesters leer.