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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 62, 7010

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Vnd wann er in daz liaufi soll kauffen,

So liebt er ain solch schweren an,

Er spricht: wa habt irs hin gethan,

Daz vor gester ist da gewesen?

Habt irs yetz vnd alssam gefressen?

Maid vnd knecht thutt er kerren.

Yil pald kan er die kamer sperren.

Er sehlayst vnns ein wein vnd daz brott.Bey im leid ich vil grosser nott,

Das mein hertz daz vil gern wölt,

Daz man die man hin geben sölt,

So wölt ich in also ring verkaufen.

Ja vmb Schlehen nun vol ain gaffennWölt ichs ain ringklich dar schlagen,

Vnd wölt ich in darumb sagen,

So glaubt mir kain wort nymmermer!

Ir fräwen rain, daz klag ich seer.

Die sechst sprach: daz erbarmet mich.

Von freuden so will sagen ich,

Daz macht mein außerwölter man,

Den ich nit halb volloben kan.

Der hatt ain angesicht so klar,

Auch milt, recht als ain adler,

Der nit mag sparen vor sein genossen.

Sein hertz daz muß in freuden kosen.

Wann er die leutt sicht essen vnd trincken,So thutt sein trauren gar versincken.

Wann man dann bey im wol thutt leben,

So kan er alles her geben,

Wann er doch nit gesparen kan.

Wann ich mit im zu tüsche gan,

So sitz ich an die seitten sein,

So spricht er: zarttes fräwlin mein,

Wiltu mir machen gutten mutt,

So vnd trinck, mein fräwlin gutt!

So ich dann also schon kan schieben,

Nun dester mer bin ich im lieben,

einvoll goufen Wolt ich in ringlich. 15. ? klagen.