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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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IIs. 2, 56 d10

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Da ließen sie sich nyeder.

Sye waren frvm vnd piederb.

Sye enliielt sich an schändeDye jungfraüwe jn dem lande.

Darnach wart nit lange gespart,

Daz Sociahilis jnnen wart,

Daz er zur turney solt kummen,

(Daz hett er wol yernummen),

Den hett man geleit jn daz lant,

Da er sein frauwen jnnen vant.

Nu wart ym geseytVmb seiner frauwen leit.

Er wont, sie were bei irer graffschafft.Zum turney kwam der degen elnthafft,Der waz jn ein stat geleit,

Dye waz groß vnd prayt,

Dar jnnen dez graffen dochter saß.Eyns dinges sie sich vermaß,

Sye wolt mit andern frauwenGen dem turney schauwen,

Alz sye doch ye genot det.

Da sich der turney erhaben hett,

Sociahilis der degen

Waz dez leibes gar verwegen.

L enger er da nit en pait,

In den turney er da reitVnd sich dar jnnen vast slueg.

Eyner dem andern nicht vertrueg.

Dez graffen dochter da gedacht,

Oh got iren herren dar hett bracht.Sye sach dick vnder die scharVnd nam irs herren war,

Wan sye jn vil wol erkant,

Wann er sein kleynot auffbantVnd seinen schilt jn der hant.

Sye sach jn in dem turney zuhant.

Vor fretiden sie da weynt.

hielt in.

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