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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Er liet den pfarrer bracht vmb sein lebenVnd sagt jr, wie es gangen was.

Do sprach die ffraw: so liab jm dasVnd laß dir darvmb nicht grausen!

5 Wes ging der Narr dann do vmb mausen?

Wolt nit selbs bedenncken der tlior,

Was er vnus selber alle tag predigt uor,

Das keiner dem anndern schadenn solt?

Do er sich selbs nit hüeten wolt,

10 So will ich jn zwar nyinmer clagen.

Wol dann! wir wollen jn heimher tragenBis hin nacht, bis es dunckell ist.

Wir vindenn etwann einen lyßt,

Das wir von jm ane schaden körnen.

15 Des nachtes sie den pfaffen namen

Vnd trugen für jres nachpaurn thür.

Do was ein gatter aussenn uor.

Gar lnipschlich leynetten sie jn dar an.

Die nacht mußt er am gattern stan.

20 Do es des morgens do wart es licht,

Hs. 58, 4 b Auff wischt der selbig pauer vnd gichtZue seiner ffrauenn: es jst zeyt,

Das ich nun aus gen acker Reyt.

Die haußthur thet er auff gar droth.

25 Von schrecken wart er pleich vnd Rot,

Do er den pfaffen plicket ane.

Jedoch er sich vil schier besanVnd sprach zue jm: ach, herre mein,

Was sol doch dise narrenweiß sein,

30 Das jr mich also habt erstreckt?

Wie habt jr euch do her gestreckt?

Was tliut jr do? wem geht jr nach?

Durch got saget mir es doch!

Seyt jr nit weyßer, dan das jr hint35 Mir also ane dem gattern leint?

Der pauer wer zornig oder fro,

Der jm kein antburt gab do,

20. Das zweite es zu tilgen. 30. ? erschreckt. Vgl. s. 117,10. 34. ? heint.