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XXVIII. Vorlesung.
tigern, überlegenem, oft höhnischem Tone, unterbrach Vorsitzendenund Zeugen. Als die Polizei in seinem Hause erschien, um dietrotz höheren Verbotes von ihm weiter geführte Schule aufzuheben,schloß er die Türen und ließ während der vergeblichen Bemü-hungen, die Türe gewaltsam zu öffnen, seine Schüler allerlei lustigeLieder singen. Seine Zöglinge hielt er wie Gefangene. Auch anseinem neuen Aufenthaltsorte war er wieder in mehrfache Rechts-streitigkeiten verwickelt, bei denen er „die Langmut des mit ihmverhandelnden Richters auf die härteste Probe stellte“.
Wegen Verdachtes der Geistesstörung wurde er nunmehr vonmehreren Sachverständigen begutachtet, die zu sehr verschiedenenUrteilen kamen, doch wurde schließlich das Verfahren gegenihn eingestellt. Bemerkenswert ist, daß er damals aus gewissenZeitungsartikeln den Wunsch seines früheren Konsistoriumsherauslas, sich wieder mit ihm zu versöhnen; die Überfüh-rung von Kranken aus der früher von ihm bewohnten Anstalt ineine andere betrachtete er als einen Beweis dafür, daß man demvon ihm heftig angegriffenen Leiter derselben kein Vertrauen mehrschenke.
Auch in den nächsten Jahren dauerte das unstete Wander-leben des Kranken fort. In einer ganzen Reihe von Städten suchteer Fuß zu fassen, teils an Schulen, teils durch Erteilung von Privat-unterricht. Mehrfach entstanden wegen seiner Unbotmäßigkeitund wegen seines eigentümlichen Auftretens Zweifel an seinerZurechnungsfähigkeit, die zu seiner Entlassung führten; einmalwurde die Absicht, ein Entmündigungsverfahren gegen ihn einzu-leiten, nur wegen seines Wegzuges aufgegeben. Überall geriet ersehr bald in zahllose Streitigkeiten. Vor 8 Jahren stand er gleich-zeitig unter Anklage des Betrugs, der Körperverletzung, der Er-pressung, der unberechtigten Führung von Titeln, des Widerstandsund der Unterschlagung, wurde aber wegen zweifelhafter geistigerGesundheit außer Verfolgung gesetzt; vor 3 Jahren schwebtenwiederum mehrere Verfahren gegen ihn, wegen Betrugs, Diebstahls,unbefugter Führung des Doktor- und Schuldirektortitels, fernereine Menge von Forderungsklagen. Andererseits hatte er selbstmehrere Anzeigen erstattet wegen Verleumdung, fahrlässigen Mein-eids, wegen Falscheid und Anstiftung dazu, brachte Verdächtigungengegen Richter und Anwälte vor. Auch diesesmal wurde er wegen