Endzustände der Paralyse.
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len enthält, zeigen sich bei der Paralyse regelmäßig zahlreiche Lym-phocyten. Auch bei unserer Kranken wurde dieser Befund erhoben.Da aber bei syphilitischen Erkrankungen, soweit sie auf die Piaübergreifen, ebenfalls eine Vermehrung der Lymphzellen eintritt,erhalten wir auf die hier vorliegende Frage durch jene Feststellungkeine Antwort.
Wie Sie sehen, haben in dem geschilderten Krankheitsverlaufeeine Reihe verschiedenartiger Zustände einander abgelöst, derenEnde der einfache paralytische Blödsinn bildet. Sie erkennen dar-aus, daß die landläufigen paralytischen Krankheitsbilder, die de-pressiven, agitierten, dementen Formen u. s. f., nicht geschlosseneGruppen darstellen, sondern nur in ganz groben Umrissen einegewisse Einteilung des Lehrstoffes bieten. Leider wissen wir zurZeit noch keine bessere Gruppierung an die Stelle zu setzen.
Dem Wechsel der Zustände hat in unserem Falle bis zu einemgewissen Grade der Gang des Körpergewichtes entsprochen. Waswir hier beobachtet haben, deckt sich mit den allgemeinen Erfahr-ungen. Es ist eine sehr gewöhnliche Erscheinung, daß in einemgewissen Abschnitte der Paralyse das Gewicht ungeheuerlich an-steigt, um dann später unaufhaltsam zu sinken, ohne daß etwa dieNahrungsaufnahme entsprechend große Schwankungen aufwiese.Dieser Verlauf ist so häufig, daß er schwerlich auf zufällige Ur-sachen zurückgeführt werden kann. Vielmehr scheint es mir zweifel-los, daß wir es dabei mit Umwälzungen im Körperhaushalte zu tunhaben, ähnlich etwa denen, die wir beim Diabetes oder auch beimAlkoholismus beobachten. Gerade diese Erscheinung dürfte dafürsprechen, daß die Paralyse nicht eine reine Gehirnerkrankung ist,sondern mit Veränderungen im gesamten Körper einhergeht. Imgleichen Sinne sind, wie ich glaube, die Neigung der Paralytikerzum Druckbrande, zu Ohrblutgeschwülsten und die auffallendeBrüchigkeit ihrer Rippen zu deuten, ferner die Häufigkeit von Ei-weiß im Harn wie die vasomotorischen Störungen.
Der vorliegende Fall gibt Ihnen zugleich ein Beispiel derweiblichen Paralyse. Sein Verlauf unterscheidet sich in keinemwesentlichen Punkte von dem, was wir auch bei Männern beobach-ten. Man hat bisweilen angegeben, daß die Krankheit bei Frauenlangsamer verlaufe, und daß die Wahnbildungen hier bescheidenerseien, doch kommt dabei wohl nur die freiere Stellung des Mannes