Delirien.
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augenscheinlich große Schwierigkeiten, da der Kranke ganz unbe-rechenbar ist und jeden Augenblick die schwersten Gewalttatengegen sich oder gegen andere begehen kann. Er bedarf daher sorg-fältigster Überwachung im Bette oder im Bade. Steigt die Erregungzeitweise so, daß auch die Bäderbehandlung unmöglich wird, sowerden wir, zur Not unter Beihilfe von Hyoscin, zu regelmäßigenfeuchten Wicklungen schreiten, die in solchen Fällen oft über-raschend gute Dienste tun. Das anfängliche Widerstreben derKranken pflegt sich sehr bald zu verlieren. Nach je 2 Stundenbefreien wir den Kranken wieder aus der Wicklung, wiederholendiese letztere aber nach Bedarf in kurzen Zwischenpausen so oft,bis einige Beruhigung eingetreten ist und der Kranke wieder insBad gesetzt werden kann. In der Regel pflegt das nach wenigenTagen erreicht zu sein.
Auch der dritte Kranke, den Sie heute vor Sich sehen, ein39jähriger Zigarrenmacher, muß von mehreren Wärtern überwachtwerden. Er liegt zwar im Augenblicke ruhig, hastig atmend, mitstarr geöffneten Augen und weiten Pupillen da, rührt sich auchnicht, wenn man ihn anredet, kneift oder selbst die Cornea berührt.Die Kniesehnenreflexe sind ungemein lebhaft. Plötzlich springtder Kranke auf, sucht aus dem Bette zu stürzen und schlägt mitsinnloser Gewalt auf den Nächsten los, so daß er nur mit größterMühe gehalten werden kann. Dabei ruft er laut: „Laß sie 'raus,jetzt kommt’s, Mutter, Mutter — geh weg, laß sie vorbeilaufen,'Hülfe, helft mir — Hülfe, komm, wir gehen da heraus, Jesus, Maria— laß sie vorbei, Käthchen, komm, nimm mich zu dir, Käthchen,“indem er die Schlußworte vielfach wiederholt. Allmählich wird erruhiger, murmelt leise vor sich hin, sinkt zurück und liegt nunwieder regungslos wie vorher da. Nach 5—10 Minuten wiederholtsich die frühere Erregung mit plötzlichem Aufspringen. Aus denabgerissenen Äußerungen des Kranken können wir folgende ver-stehen: „Geh nicht so nah, du fällst ’rein, wirf ihm was hin. Waslegst du denn dahin? Wieder schließ’ ich den Schrank. Wir gehennicht aus; es geht nicht. Du Bulldogg, geh doch weg! Das Aas!Fritz, spann ein oder ich drück’ dir die Kehle zu. Schmeiß ihndoch rein; drück ihn, daß er zufrieden ist. Das Aas hetzt denHund auf mich!“ Mit den Zeichen der fürchterlichsten Angst fährter fort: „Die Großmutter, die rote Hexe, lacht noch; Fritz, jetzt