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Einführung in die psychiatrische Klinik : zweiunddreißig Vorlesungen
Entstehung
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Paralytischer Größenwahn.

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Buch über den Feldzug schreiben, das großes Aufsehen erregenwerde. Krank sei er gar nicht mehr, könne jeden Tag seinen Dienstantreten, habe eine glänzende Laufbahn vor sich, wolle höchstensnoch für einige Wochen in einen Luftkurort gehen, werde dannaber in wenigen Jahren Postdirektor sein. Die Einwände, die manihm macht, beachtet er nicht weiter, fertigt sie mit einigen Redens-arten ab oder ersetzt seine Angaben durch andere, nicht wenigerunwahrscheinliche. Seine Kenntnisse sind ganz gute; über seinenDienst weiß er ziemlich ausführliche, wenn auch etwas verworreneAuskunft zu geben; beim Rechnen mit größeren Zahlen wird errecht unsicher.

Seine Stimmung ist vergnügt, zuversichtlich, hofFnungsfroh;auch der Hinweis auf seine jetzige traurige Lage, fern von seinenAngehörigen, ohne Stellung und ohne Mittel, berührt ihn nichtsonderlich; er sei ja nun wieder hergestellt und habe so vorzüg-liche Zeugnisse, daß es ihm nirgends fehlen könne. Einige dieserZeugnisse hat er aus dem Gedächtnisse niedergeschrieben und legtsie vor. Wir erkennen dabei, daß anscheinend wirkliche Papierediesen Aufzeichnungen entsprechen; zugleich aber finden sich darinLobeserhebungen und Ausschmückungen, die unmöglich in denUrschriften gestanden haben können, z. B. daß erden größtenVerbrecher Hamburgs zu Falle gebracht habe. Auch ein Schreibenan den Preußischen Kriegsminister legt er vor, in dem er bittet,sein Gesuch an den Kaiser um Gewährung einer Ordensauszeich-nung und einer Geldunterstützung befürworten zu wollen. Dabeiberuft er sich auf seine früheren Offiziere, von denen er Visiten-karten besitze, daß eralles mitgemacht habe. In diesen Schrift-stücken fällt auf, daß der Kranke vielfach Buchstaben und Wörterausläßt, z. B.samlich stattsämtlich schreibt, andere ver-doppelt, aus der Satzbildung fällt. So bemerkt er, daß erannachstehenden Schlachten und Gefechten beteiligt war, nenntdiese aber nicht, sondern fährt fort:Bin sowohl für das eiserne Ials auch zweiter Klasse, sowie für das mecklenburgische Ver-dienstkreuz die wie ich den Feldzug 70/71 mitgemacht und sich amEinzug in Berlin beteiligten. Die Schriftzüge selbst sind gewandt,zeigen aber vielfach kleine, eckige Unregelmäßigkeiten und Ver-biegungen.

Trotz seiner Zukunftspläne drängt der Kranke nicht sehr fort,