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Einführung in die psychiatrische Klinik : zweiunddreißig Vorlesungen
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VIII. Vorlesung. Manisch-depressive Mischzustände.

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tobsüchtige Kranke weit harmloser, als man sich zunächst vor-zustellen pflegt.

Bis hierher haben wir nur die Erregungszustände unseresKranken betrachtet. Da sie am meisten ins Auge fallen, pflegtman derartige Krankheitsbilder in der Regel einfach alsperio-dische Manie zu bezeichnen. Es sind indessen auch hier sehrdeutliche traurige Verstimmungen hervorgetreten. Namentlichnach dem Schwinden der Erregung war der Kranke öfters tagelangniedergeschlagen, gedrückt, still, meinte, er habe keine Freudemehr auf der Welt; es sei ein Elend, wenn man so dran sei wie er.Aber auch in die manische Erregung schoben sich Stunden ein,in denen er heftig weinte und sein trauriges Schicksal beklagte,um freilich bald wieder in die alte, übermütige Stimmung zurück-zuverfallen. In diesen Schwankungen, die man auch bei heitersterManie kaum jemals vermissen wird, prägt sich, wie mir scheint,nicht nur die tiefere innere Verwandtschaft der anscheinend soentgegengesetzten Zustände, sondern auch die klinische Einheitaller jener Krankheitsbilder aus, die man gewöhnlich als die ver-schiedenen Formen der einfachen und periodischen Manie wie descirkulären Irreseins auseinanderzuhalten sucht. Gemeinsam istihnen allen die Neigung zu mehrfacher Wiederkehr im Leben wieder im allgemeinen günstige Ausgang des einzelnen Anfalles, auchwenn die Erscheinungen recht schwere sind und sehr lange an-dauern.

VIII. Vorlesung.

Manisch-depressive Mischzustände.

M. H.l Wenn die verschiedenartige Färbung, Schwere undDauer der einzelnen Anfälle den Zustandsbildern des manisch-depressiven Irreseins schon eine außerordentlich mannigfaltigeGestalt gibt, so wird dieser Formenreichtum durch die Betrach-tung einiger weiterer Fälle noch eine wesentliche Vermehrungerfahren. Die 38jährige Frau, die soeben unter einigem Wider-