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Einführung in die psychiatrische Klinik : zweiunddreißig Vorlesungen
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VII* Vorlesung. Manische Erregung.

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erreichen lassen wird. Völlige Enthaltung vom Alkohol ist dabeiselbstverständlich. *)

VII. Vorlesung.Manische Erregung.

M. H.! In den bisherigen Vorlesungen haben wir die ver-schiedensten Formen von Depressionszuständen betrachtet. MeinZweck war es dabei, Ihnen zu zeigen, daß die traurige oder ängst-liche Verstimmung an sich keinerlei Schlüsse auf die Krankheiterlaubt, durch die sie erzeugt wird, daß es vielmehr in jedemFalle unsere Aufgabe ist, uns über die besondere klinische Be-deutung des Krankheitszeichens klar zu werden. Unter Umständenkönnen wir dabei schon aus der Art der Verstimmung, ihrer Dauer,ihrer häufigen Wiederkehr, ihrer geringen Tiefe u. s. f. wichtigeSchlüsse auf das Wesen der zugrunde liegenden Krankheit ziehen;oft genug aber wird uns erst die Beachtung der übrigen Krank-heitszeichen auf die richtige Spur leiten. Auf den ersten Blick sehrähnliche Zustandsbilder können eben dem Verlaufe sehr verschie-dener Krankheiten angehören. Umgekehrt aber machen wir häufigdie Erfahrung, daß die verschiedenartigsten, anscheinend vielleichtganz entgegengesetzten Zustände als Äußerungen des gleichenLeidens nacheinander auftreten können. Daß es sich dabei nichtetwa um die Verbindung verschiedener, selbständiger Krankheitenhandelt, wie man früher manchmal geglaubt hat, wird, abgesehenvon der Häufigkeit der Erscheinung, durch den oft ungemein raschenÜbergang der wechselnden Bilder ineinander, durch die gelegent-liche Vermischung ihrer Einzelzüge, endlich durch den gleichartigenVerlauf und Ausgang sicher erwiesen.

Der 50jährige, kräftig gebaute und gut genährte Kaufmann,der Ihnen heute vorgeführt wird, betritt mit raschem Schritte denSaal, begrüßt uns laut, nimmt mit höflicher Verbeugung Platz und

*) Der Kranke wurde in eine Pflegeanstalt überführt.