Dementia praecox.
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er nach seiner bald erfolgten Beruhigung keinerlei Auskunft zugeben*).
Außer der geistigen und gemütlichen Verblödung begegnenuns im vorliegenden Falle noch einige weitere bedeutungsvolleZüge. Dahin gehört zunächst das leere, läppische Lachen, daswir in der Dementia praecox unendlich oft beobachten. DiesemLachen entspricht keine heitere Stimmung; einzelne Kranke beklagensich geradezu, daß sie lachen müßten, ohne daß ihnen lächerlich zuMute sei. Eine zweite wichtige Krankheitserscheinung ist das Ge-sichterschneiden oder Grimmassieren sowie das feine Muskel-zucken im Gesichte, das ebenfalls sehr kennzeichnend für dieDementia praecox ist. Weiterhin haben wir die Neigung zu eigen-tümlich verschrobenen Redewendungen, zu sinnlosem Spielenmit Silben und Wörtern zu bemerken, weil sie in dieser Krank-heit oft sehr absonderliche Formen annimmt. Endlich möchteich noch darauf aufmerksam machen, daß der Kranke, wenn manihm die Hand reicht, diese nicht ergreift, sondern einfach die‘seinige steif entgegenstreckt; auch darin sehen wir die ersteAndeutung einer Störung, die in der Dementia praecox vielfach inhöchst verblüffender Weise ausgebildet ist.
Die Entwicklung des Leidens hatte sich bei unserem Krankenganz allmählich vollzogen, so daß ein bestimmter Zeitpunkt fürden Beginn kaum festgestellt werden kann. Darum wird in solchenFällen die sich vollziehende Veränderung leicht auf eine sträflichesittliche Verlotterung zurückgeführt, der man durch erzieherischeMaßregelungen zu begegnen sucht. Namentlich pflegt man die beiunseren Kranken sehr häufige Onanie für die Quelle der Krankheitzu halten, so daß man früher in derartigen Fällen geradezu voneinem Irresein der Onanisten sprach. Ich bin indessen geneigt, inder Onanie mehr ein Zeichen als die Ursache der Krankheit zuerblicken. Wir sehen das gleiche schwere Krankheitsbild oft genugohne auffallend starkes Onanieren entstehen und kennen anderer-seits entartete Onanisten, die ganz andere Krankheitszeichen dar-bieten. Von einem gesetzmäßigen ursächlichen Zusammenhänge
*) Der Kranke ist unverändert in die Familienpflege zurückgekehrt undbefindet sich jetzt seit 3Va Jahren von neuem stumpf und verblödet in einerAnstalt.