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5 (1864)
Entstehung
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wegen, meine Fähigkeiten mit Nachsicht zu beurtheilen. Als Studentmöchte ich brauchbar sein, nicht als Gelehrter; aber man reist alsSchüler aus, um zu sammeln, und heimgekehrt verarbeitet man, mitneuer Kraft gerüstet, das Gesammelte. Einen anspruchslosen, eifri-gen, rüstigen Gehülfen würden Sie an mir haben. Ich muß vonmir reden; ich möchte mich wie ein aufgeschlagenes Buch vor IhrenAugen darstellen. Ich bin der Geburt nach ein Franzose, derSprache, dem Sinn, der Bildung nach ein Deutscher; diese Zweiheithat mir jede Bahn verschlossen; ich habe, nachdem ich in früherenJahren in preußischen Kriegsdiensten gestanden, mich zu der Naturgewendet und gänzlich ihrem Studium gewidmet; ich habe mir zumZweck meines Lebens gesetzt, einst für die Wissenschaft zu reisen;ich habe mich hauptsächlich der Botanik ergeben und bin darin,meiner Weise nach, von dem zunächstliegenden ausgegangen; ichhabe mich an unserer norddeutschen und an der Schweizer-Flora ge-bildet, die ich ziemlich genau kennen gelernt. Ich bin aber auchandern Zweigen der Naturwissenschaft nicht fremd geblieben; ich habez. B. die Wichtigkeit der vergleichenden Anatomie erkennend, das Skal-pell selber geführt, auch das Mineralreich kennen gelernt." Der Prinzkonnte seine schon abgeschlossene Ausrüstung nicht erweitern, und dieReise aus eigenen Mitteln mitzumachen, war Chamifso unvermögend.

Da, lasten wir ihn wieder selbst erzählen da, kam mirzufällig einmal bei Hitzig ein Zeitungsartikel zu Gesichte, worin voneiner nächst bevorstehenden Entdeckungs-Expedition der Russen nachdem Nordpol verworren Nachricht gegeben ward.

Ich wollte, ich wäre mit diesen Rüsten am Nordpol!"" riefich unmuthig aus und stampfte dabei mit dem Fuß. Hitzig nahmmir das Blatt aus der Hand, überflog den Artikel und fragte mich:Ist es Dein Ernst?"Ja!""So schaffe mir augenblicklichZeugnisse über Deine Studien und Befähigung zur Stelle. Wirwollen sehen, was sich thun läßt."

Die Zeugnisse wurden erjheilt, Hitzig hielt Wort und knüpftefür den Freund durch den Staatsrath Otto von Kotzebue*) Unter-

Sie erhalten, schreibt Lichtenstein am 22. Mai 18is an den Staatsrathvon Kvtzebue, mit diesem Schreiben zugleich einen Brief von -Herrn Hitzig, in