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ob daS Kriegsglück nicht sich wenden, ob nicht ein Frieden noch ge-schlossen wird?" — Es ist nun an keinen Frieden und an keinenKrieg niehr zu denken, und wir werden uns doch ergeben müssen. —„Und was gewinnt Ihr, es jetzt zu thun? Zeit ist es immer noch,die Waffen zu strecken, und hinzugeben die braven Bursche, die nichtalso denken wie Ihr!" — Also verloren wir Zeit und Worte, undes fand sich nicht gleich einer, der da gesprochen hätte: „Folgt
mir!" — Rhaden, ein Kind, das erst aus der Ingenieur-Akademiegetreten, nahm wohl das Wort, und trat aus sich heraus, und re-dete gewaltig; herrlich ließ er den Schatten seines Ahnherrn ausdem Grabe steigen, das ihm auf den Wällen der Stadt, die er imsiebenjährigen Kriege vertheidigt, aufgeschüttet, und stand mit gezo-genem Degen fest da, einen gewaltigen Schwur vorsagcnd, aber erführte nur die Stimme des Vorwurfs, und vermochte nicht die altenBande gewohnter Subordination zu zerschlagen. O hätt' er sich unszum Führer aufgeworfen, die Füße ihm küssend wären wir ihm ge-folgt, und es stände anders um unfern Namen! Er beschwor thö-richt, als könnte der Dolch die Wunde heilen, die er geschlagen, die-jenigen, die selber unterschrieben hatten, abzustehen, und zurückgehendunfern Weg einzuschlagen. Er begehrte, als Sühnopfer für denWortbruch sein Haupt ins feindliche Lager darzubringcn. Wir alleschrieen: das Loos erwähle einen! Das Anerbieten ward abgelehnt;ein Trompeter mußte alsbald aufsitzcn, und wir, mit Halbheiten,Vertröstungen, Versicherungen, es würde gethan werden, was zu thunsei, eingewiegt, schwankend in halbem Glauben, gingen hinaus, an-gewiesen, die Burschen in Ruhe und in den Quartieren zu erhalten,da die an sie gelangende Kunde sie zu empören drohte. Zwei Ar-tillerie-Offiziere, die eigenmächtig ihre Leute aus den Wällen ver-sammelt hatten, gaben willig ihre Degen ab und stellten sich in dieWache ein. — Es war später Abend.
Mehrere von uns fanden sich in das Kaffeehaus wieder ein undhielten sich dort versammelt. Ich redete unter ihnen: „Wer unter-schrieben, hat selber sich gerichtet und gebunden, es ist nicht an ihnferneres Zutrauen zu hegen. Ohne Haupt sind wir, das ist'dasGebrechen. Alle Eines Sinnes, und fest auf uns vertrauend, laßt