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An Barnhagen und Neumann in Hamburg.
Erbsen bei Göttingen den 28. November 18ÜS.
Seid Ihr denn alle in tieferen Koth gerathen denn ich, daßIhr für Euren bedürfenden und flehenden Bruder nicht Hände mehrzu rühren vermöget, wehe dann Euch und mir!
Ei, so stürme denn da draußen, Wetter, und regne mit deinemunendlichen Regen, bei dunkler mondloser Nacht; wahrlich, wahrlich,ich bin trauriger denn du arg bist!
Warum erhalt' ich denn kein Liebes-Lcbenszeichen von Euch?Lebe ich Euch nicht mehr? Geschrieben habe ich, und wiederum ge-schrieben — /ZolUt-rox t(i-sz«w! —Wahrlich, ich würde michhärmen, wenn meine Briefe in die Irre gegangen wären wie ichselbst, der da noch in tiefer rcgnichter Nacht in solchem Kothe her-umgeschlcifet wurde, daß wir alle Lebenslust und Schuhe verloren
— deß weinten die Chefs der Compagnien bitterlich, und weinennoch, sehet sie und fraget sie, und lasset Euch verzählen, mich aberverschonet, daß ich mir nicht noch die Seele mit dein frischen nassenAngedenken dieses Kothes ewigen Jammers — ein anderes 1792 —übertünchen müsse; — härmen müßte ich mich noch inehr, wenn sieangekommen wären, meine Briefe, und Ihr schriebet mir dennochnicht. —
Sie schwatzen von Frieden und von Krieg, — ich kann nicht Krieg,nicht Frieden finde», und der Regen durchnäßt mich bis an dieSeele, — o betet zu Gott, daß er seinen Regen von uns wende!Wir haben schon einen Mann in dem geschwollenen Feldgewässerverloren, er starb eines erbärmlichen Todes; noch ein andrer hatsich die Beine an einem Felsenstück zerschmettert, es mag esn Stückfaulen Käses gewesen sein, den sein Vordermann etwa weggcworfenhatte, man konnte es in der Dunkelheit nicht gut unterscheiden, undman redet nicht gern davon, — Ivo will das hinaus, ich bitte Euch!
— O ich bin heute grimmig, grimmig, daß ich mich zu Tode lachenmöchte. Sähen alle Esel so ans, wie die, die uns führen, dann