Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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von meiner Schrift zu begehren ich wollte erst mit dem Bruderverbunden sein. Nun reise ich von hinnen, ohne selbst die Freundegesehen zu haben! Geben Sie ihr, ich bitte, dieses Blatt, und nwgenSie mit ihr ferner meiner nicht vergessen."

25 .

An Franceson in Berlin.

^Brandenburg auf dem Marsch Ende Oktober 1805.Z

Eine liebenswürdige Unordnung herrscht bei unserm Zuge, Brodund selbst Futter fehlen, werden erst nach- , oder auch wohl gar nichtgeliefert, und ich habe gemerkt, daß hohl im Leibe seiende Pferdegar nicht gern von Zeitungslesen satt werden. Ein ungeheures Ge-päck schleppen wir nach unfern unbchülflich seienden Armeen undmöchten wir bald nicht mehr zu schleppen haben. Meine Compag-nie ist die unordentlichste unter allen, derselben Onpiwiu il'-mmesein unbeholfener Schuft. Derselben 0->pt. ein karger, wohl charak-tcrisirter charakterloser Waschlappen, mein Premier-Lieutenant aberein sehr guter Soldat und Kamerad, mit dem ich bei dem erstenMarsch Kriegsbrudcr aus Du und Du geworden bin. Der Fähn-rich ist nichts als ein in jeder Rücksicht ekliges Muttersöhnchen, derunglücklich ist und Aerger ausbrechen läßt, weil ihm Lavendelöl ab-gcht. Die Subalternen liegen mehrstcns zusammen im Ganzen,Lieber, lobe ich mir unsere raschen muntern Franzosen. Es wissemein Kapitainchen Wiegensdors, wie sehr ich ihn entbehre. Durchihn mein herzlicher Gruß au Erman, ob ich ihm schon zürnen möchte,daß er mich am Morgen des Abmarsches nicht besucht hat. Euchallen kann ich nicht mit einem Male schreiben.

Ich habe hier wegen Nachlässigkeit der Fourierschützen nicht beiDeiner Mutter Quartier gekriegt, habe sie aber alsbald besucht und vielund herzlich und wie mit Ihnen sDir?j selbst geplaudert, und schreibeDir diesen Laufbericht von ihrem Hause. Euer Verhältniß hat michunendlich gefreut, mir war es, wie wenn wir in unserm Feldgarni-