Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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Du hast gehofft, dein Lohn ist abgetragen:

Dein Glaube war dein zugewognes Glück.

Du konntest deine Weisen fragen:

Was man von der Minute ausgeschlagen,

Giebt keine Ewigkeit zurück.

Chamifso hat später das Resultat seiner philosophischen Studienund seines Nachdenkens im Faust poetisch darznstellen versucht, dener aus dankbarer Erinnerung fast dis einzige seiner Jugendarbeiten in die Sammlung seiner Gedichte ausgenommen hat.

Die hier mitgetheilten Stellen aus Briefen zeigen zugleich, daßer sich schon damals eifrig mit deutscher Literatur beschäftigte. Ersuchte sich zunächst die Sprache anzucignen und las zu diesem Zwecke(1798) mit großem Neiße (veis en vers) Klopstock's Messiade, daraufum seine Kraft zu messen die Oden (ebels ä'osnvre ä'obsenritch guikeilt xLlii- NN sllemanä) und die Gedichte Schiller's, der ihn beson-ders anzog; auch im Schreiben machte er schon damals Versuche;il tnnäi'n, schreibt er zu Ende des Jahres 1799, gns s'lierlve gnelgns

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cognine äe InnZungo. Seit dem Anfang des Jahres 1801 fülltedie Beschäftigung mit deutscher Literatur, die Lektüreseines Goethe,Schiller, Wieland" u. a., der Tragödien Shakcspeare's in Eschenburg'sUebersetzung alle seine Mußestunden, sie war seine einzige Erholung.Dagegen sind bis zu diesem Jahre seine eigenen poetischen Versuchesämmtlich in französischer Sprache abgefaßt; er hat einen großenTheil derselben mit sauberer Schrift in ein Heft eingetragen unterdem Titel: Limites en Vers pnr NN ssnne exile, Premier eabisr 1801,darunter eine Uebersetzung von Engels Gedicht:die Göttinnen."Aber auf den Vorschlag, den ihm sein Bruder Hippolyt wiederholtin diesem und den folgenden Jahren machte, klassische deutsche Werke,z. B. Schiller's Geisterseher, ins Französische zu übersetzen und sichdadurch zugleich einen Gewinn zu verschaffen, der ihm bei seinenbeschränkten Vermögens-Verhältnissen willkommen sein müsse, ging ernicht ein; er lese, erwiderte er, zwar beide Sprachen mit gleicherGeläufigkeit und getraue sich wohl eine leidliche französische lieber-