Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
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Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wir sahen mit Bewunderung zuTitatua Kinder mit einer Gerte Schiffe in den Sand des Strandeszeichnen. Zwei- und Dreimaster waren in dem richtigsten Eben-maaß und mit den geringfügigsten Kleinigkeiten der Takelage ver-sehen. Die O-Waihier bauen indeß ihre Boote nach alter Weise,einfache und doppelte. Größere Doppelkanots des Königs, welchedie Verbindung der verschiedenen Inseln zu unterhalten dienen, sindnach europäischer Art betakelt worden. Man muß nicht mit Zim-mermann (Australien) die Boote des östlichen Polynesiens (Freund-schafts-, Sandwich-Inseln u. s. w.), die auf Rudern gehen und aufSegeln nur vor dem Winde, mit den kunstreichen Fahrzeugen derInsulaner der ersten Provinz (der Ladronen u. s. w.), welche beiallen Winden blos auf Segeln gehen, verwechseln. Die elfteren sinduns aus Cook und den neuern Reisenden, die letzteren aus Dam-picr, Anson u. a. hinlänglich bekannt.

Wie an der Schifffahrt, haben die kriegerischen O-Waihier anihren Waffen, an ihren Wurfspießen, Lust. Sie erfreuen sich anWaffenspielen, die nicht ohne Gefahr sind, und üben sich als Knabenschon den Wurfspieß zu werfen. Das Lieblingsspiel der Knabenund Jünglinge, mit kurzen leichten Rohrhalmen, womit der Windspielt, sicher nach einem wandernden Ziele in die Wette zu werfen,scheint auf diese Waffe zu deuten. Sie haben wenig andere Spiele.Das eigene Bretspiel, welches sich bei ihnen vorgefunden hat, wirdjetzt von unserm europäischen Damenspiel verdrängt.

Poesie, Musik und Tanz, die auf den Südseeinseln noch Handin Hand, in ihrem ursprünglichen Bunde einhertreten, das Lebender Menschen zu verschönen, verdienen vorzüglich beachtet zu werden.Das Schauspiel der Hurra, der Festtänze der O-Waihier, hat unsmit Bewunderung erfüllt.

Die Worte verherrlichen meist, wie Pindarische Oden, den Ruhmirgend eines Fürsten. Unsere Kenntniß der Sprache reichet nichthin, ihre Poesie zu beurtheilen. Der Gesang ist an sich monoton.Er mißt mit den ihn begleitenden Trommelschlägen die Wendungendes Tanzes ab, trägt gleichsam auf seinen Wellen eine höhere Har-monie. Im wandelnden Tanze entfaltet sich nach diesem Takt die