Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
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von O-Waihi vier Kasten an: äs Lauxrs real, die Fürsten; äsiiiänlAuin, der Adel; äs deute uisäia, der Mittelstand (der bei wei-tem die Mehrzahl der Bevölkerung ausmacht); und äs baxs, xlebs,das niedere Volk, ein verachtetes Geschlecht, welches nicht zahlreichist. Sonst war jeder Weiße gleich dem Adel geachtet, jetzt hängtsein Verhältnis von seiner Persönlichkeit ab.

Man könnte das Wort Hier!, jeri, seit,, ai'iki oder liariki(6kisk, Obst, Häuptling) am besten durch Herr übersetzen. DerKönig ist läierl ei lävkn, der Herr der Insel oder Inseln. Jedermächtige Fürst oder Häuptling ist Hier! uns, Großer Herr, und sowerden ohne Unterschied Tameiameia, Kareimoku, Hanl-Hanna (Herr Jung) u. A. genannt.

Dem Herrn der Insel gehört das Land, die Herren besitzen dieErde nur als Lehen; die Lehen sind erblich, aber unveräußerlich, siefallen dem König wieder zu. Mächtige Herren mögen wohl sichempören und was sie besitzen vertheidigen. Das Recht des Stär-keren macht den Herrn der Insel aus. Die großen Herren führenunter sich ihre Fehden mit den Waffen. Diese kleinen Kriege, dieehemals häufig waren, scheinen seit 1798 aufgehört zu haben. DerHerr führt im Kriege seine Mannen an, kein Unedler kann ein Lehenbesitzen und Mannen anführen. Er kann nur Verwalter des Gutessein. Welche die Erde bauen, sind Pächter oder Bauern der Lehn-besitzer oder unmittelbar des Königs. Von aller Erde wird demKönig Tribut bezahlt, lieber die verschiedenen Inseln und Gebietesind vornehme Häuptlinge als Statthalter gesetzt. Das Volk stehtfast in der Willkür der Herren, aber Sklave» oder Leibeigene (§Is-bas aässript!) giebt es nicht. Der Bauer und der Knecht ziehenund wandern, wie es ihnen gefällt. Der Mann ist frei; getödtetkann er werden, nicht aber verkauft und nicht gehalten. Herren oderAdlige ohne Land dienen Mächtigeren. Der Herr der Insel unter-hält ihrer viele, und seine Ruderer sind ausschließlich aus dieser Kaste.Es versteht sich, daß die Kasten dergestalt geschieden sind, daß keinUebergang aus der einen in die andere möglich ist. Ein Adel, dergegeben und genommen werden kann, ist keiner. Das Weib wirdnicht des Standes ihres Mannes theilhaftig. Der Stand der Kin-