Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
Seite
231
Einzelbild herunterladen
 

L31

die Insel Mauwi zu seinem Antheil erhält. Der König von Atuaiwird unabhängig sein angeborenes Reich behaupten. Und der na-türliche Reichserbe, der schwache, geistlose Liolio (kriues ot Walesder Engländer), Enkel des letzten Königs von O-Waihi, Sohn vonTameiameia und der hohen Königin Kahumanu, vor dem seinVater nur entblößt erscheinen darf, wird auf die Erbinsel O-Waihibeschränkt. Kein Ausländer, so viel ihrer auch unter den mächtig-sten Häuptlingen und Rcichsvasallen gezählt werden, kann über dieEingeborenen zu herrschen irgend einen Anspruch machen.

Bei diesen bevorstehenden Staatsumwälzungen werden die Sand-wich-Inseln bleiben, was sie sind: der Freihafen und Stapelplatzaller Seefahrer dieser Meere. Sollte es irgend eine fremde Machtgelüsten, unsinnig Besitz von denselben zu nehmen, so würde es, dieUnternehmung zu vereiteln, nicht der eifersüchtigen Wachsamkeit derAmerikaner bedürfen, welche sich den Handel dieser Meere fast aus-schließlich angeeignet, und nicht des sichern Schutzes Englands. DieEroberung könnte zwar gelingen. Das Fort im Hintergründe desHafens von Hana-ruru, welches Herr Jung ohne Sachkenntniß an-gelegt, ein bloßes Viereck von trocknem Mauerwerk, ohne Basteienoder Thürme und ohne Graben, entspricht nicht der doppelten Ab-sicht des Herrschers, sich gegen äußern Angriff und innern Feind zuverwahren. Das Fort müßte, wo es steht, regelmäßig erbaut sein,und es sollte eine Batterie auf dem äußersten Rande des Riffes denEingang des Hafens vertheidigen. Bei dem Vorrath an Geschützund Waffen sind die Eingeborenen im Artilleriedienst wie in unse-rer Kriegskunst noch unerfahren. Ein erster Ueberfall könnte ent-schieden zu haben scheinen; aber die Sieger hätten nur die Erde zuihrem eigenen Grabe erobert. Dieses Volk unterwirft sich Fremdennicht, und es ist zu stark, zu zahlreich und zu waffenfreudig, umschnell, wie die Eingeborenen der Marianen-Inseln, ausgerottet zuwerden.

Dieses ist die geschichtliche Lage der Sandwich-Inseln. Wasim Llissionarx rsgister für 1818, Seite 52, behauptet wird, daßein Sohn von Tamori, König von Atuai, welcher jetzt in der