Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
Seite
178
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Zum Kriege berufen die Fürsten ihre Mannen, der Häuptlingjeglicher Gruppe stößt mit seinen Booten zu dem Geschwader, manunternimmt mit vereinter Macht eine feindliche Gruppe zu über-fallen, man landet. Nur auf dem Lande wird gekämpft. Die Wei-ber nehmen Antheil an dem Kriege, nicht nur wo es dem Feindeauf eignem Boden zu wehren gilt, sondern auch beim Angriff, undsie machen auf dem Geschwader, obgleich in Minderzahl, doch einenTheil der Kriegsmacht aus. Die Männer stehen in der Schlachtvoran. Ihre Waffen sind zum fernen Kampf: die Schleuder, diesie ohne Geschick handhaben, und ein an beiden Enden zugespitzterStab, der, in Bogen geschleudert, wie der Durchmesser eines rollen-den Rades sich in der Lust schwingt und mit dem Ende, womit ervoran fällt, sich einbohrt; zum nahen Kampf: der Wurfspieß, einfünf Fuß langer Stock, der gespitzt und mit Widerhaken oder Hai-fischzähnen versehen ist; wir haben ein kurzes krummes hölzernesSchwert, dessen beide Schärfen mit Haifischzähncn versehen sind,nur auf Mesid gesehen. Die Weiber bilden unbewaffnet ein zweitesTreffen. Etliche ihrer rühren nach dem Geheiß des Führers dieTrommel, erst in langsamem abgemessenem Takt (RtuAssixiuem),wenn von fern die Streiter Wurf auf Wurf wechseln, dann in ver-doppelten raschen Schlägen (kinnenema), wenn Mann gegen Mannim Handgemenge ficht. Die Weiber werfen Steine mit der bloßenHand, sie stehen im Kampfe ihren Lieben bei und werfen sich sühnendund rettend zwischen sie und den obsiegenden Feind. GefangeneWeiber werden verschont, Männer werden nicht zu Gefangenen ge-macht. Der Mann nimmt den Namen des Feindes an, den er inder Schlacht erlegt. Eingenommene Inseln werden aller Früchte be-raubt, aber die Bäume werden geschont.

Die Ehen beruhen auf freier Uebereinkunft und können, wie ge-schlossen, auch aufgelöset werden. Ein Mann kann mehrere Weiberhaben. Das Weib ist die Gefährtin des Mannes und scheint inbilligem Verhältniß zu dem Haupt der Familie sich ihm selbstständigund frei unterzuordnen. Beim Wandern gehen die Männer be-schützend voran und die Weiber folgen ihnen. Wo gesprochen wird,reden die Männer zuerst, die Weiber nehmen, aufgefordert, Antheil