Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
Seite
161
Einzelbild herunterladen
 

161

Bemühung entgangen sind, vorzüglich aber daß die südlicher» Grup-pen, die wir nicht gesehen (Arno, Meduro und Mille), bei ältererVegetation und reicherem Humus mehrere Gewächse hervorbringcumüssen, die auf den dürftigem nördlichem gänzlich fehlen. Die Ve-getation scheint auf dieser Inselkette begonnen zu haben, und derMensch ihren Fortschritten nach Norden gefolgt zu sein.

Bvgar, noch wüst und ohne süßes Wasser, wird nur desVogel- und Schildkrötcnfanges wegen besucht. Udirick, ein Riffvon geringem Umfang und arm an Land, hatte nur zwei bewohnteInseln. Auf ihnen erhebt sich zwar der Cocosbaum über den übri-gen Wald empor, dennoch scheint die Vegetation dürftig und derBrodfruchtbaum ist selten. Tegi bei Udirick, wüst und spärlich be-grünt, ist kaum dem Namen nach unter dem Volke von Radack be-kannt. Eilu (vielleicht richtiger Eilug) ist die ärmlichste derGruppen, auf denen wir gelandet sind. Udirick und Eilu beziehenihren Bedarf an Aroma, eine Pflanze, die ihnen fehlt, von derwestlicher liegenden Gruppe Ligiep. Auf Ligiep fehlt der Brod-fruchtbaum, und der Cocosbaum erhebt sich nicht über den Wald.Temo, auf dem halben Wege nach Ligiep, ist eine kleine wüsteInsel, auf welcher auf der Reise dahin übernachtet wird. Mesid,eine ostwärts, abseits von der Kette liegende einzelne Insel, von bei-läufig zwei Meilen in ihrem größten Durchmesser, gewährte uns aufder Seite unter dem Winde, wo wir ihr nahten, nicht den Anblickeiner sonderlich üppigen Vegetation. Mau sieht nur einzelne Co-cosbäume sich aus ihrer Mitte erheben, und das süße Wasser, das unszum Trinken angeboten ward, war ausnehmend schlecht. Nichtsdesto weniger zeichnet sie sich vor allen Gruppen von Radack, diewir besucht, durch ihre stärkere Bevölkerung aus. Wir schätzten aufmindestens Hundert die Zahl der bei unserem Nahen auf Booten undam Strande versammelten Menschen. Die beträchtliche GruppeOtdia, die wir am genauesten kennen gelernt, hat, Weiber undKinder mit eingerechnet, kaum eine gleiche Anzahl Bewohner. Mansteht auf Otdia nur auf einer Insel alte hochstämmige Cocosbäume,und nur auf dieser Einen mehrere Wurzeln und Spuren früher aus-gegangener Bäume. Erigup bei Otdia ist eine ärmliche, unbe-iv. 11