auf der Windseite und an den ausspringenden Winkeln des Um-kreises aufwirft. Riffe und Inseln umschließen also ein inneresBecken, eine Lagune. Nur bei sehr geringem Umfang der Tafel wirdsolche ausgefüllt, in welchen: Falle dann eine einzelne Insel anstatteiner Inselgruppe gebildet wird. Was von dem Damm untersuchtwerden kann, besteht aus wagerechten Lagern eines aus Korallen-sand oder Madreporentrnmmcrn gebildeten Kalksteins. Auf demDamm ausgeworfene, oft klaftergroße Felsenblöcke (Geschiebe) sindvon demselben Steine, der nur oft größere Madreporentrümmer ein-schließt, als die obern an dem Tage liegenden Lager; und wir hal-ten dafür, daß der ganze Bau, der Tafelberg, der die Grundfesteder Inselgruppe bildet, aus dieser selben Gebirgsart besteht. Esist eine Gebirgsart neuerer Bildung und die noch fortwährend er-zeugt wird. Dieser selbe Stein, diese selbe Gebirgsart lagert sichunter demselben Himmelsstriche am Fuße aller hohen Inseln, wenig-stens stellenweise, an und bildet die Korallenriffe, von denen manchegänzlich umringt sind.
Die Ebenen, die um den Fuß solcher Berge den Saum derInseln bilden, scheinen gleiche Riffe zu sein, die bei sonst höheremWasserstand das Meer, welches sie gebildet hat, überdeckte. Diese anhohem Land anliegenden Korallenriffe senken sich abschüssig ins Meer,so daß die Welle, auf einer schrägen Fläche sich entrollend, brandetund nicht, wie bei jenen, gegen das obere Gesims eines Felsenwallesanschlägt und bricht*). Es ist dies derselbe Stein, worin man ander Küste von Guadeloupe Menschcnskelete versteint eingeschlossenfindet. Wir haben das berühmte Exemplar davon im britischenMuseum gesehen und die Steinart in der Berlinischen mineralogi-schen Sammlung genau zu vergleichen Gelegenheit gehabt**).
*1 Wir haben dies vorzüglich genau auf O-Wahu zwischen Hana-rurnund Pcarl-river beobachtet, wo wir in einem Boote der Eingeborenen längs demRiffe und zu verschiedenen Malen hin und wieder durch die Brandung fuhren.Außerhalb derselben waren etliche Boote mit dem Fischfang beschäftigt, in einerTiefe von drei bis vier Faden.
Wir haben im Jahr 1817 zu O-Wathi am Fuße der Lava, die imJahr 1801 vom Wororay geflossen, und wo sein eigentlicher Riff ist, diesen Riss-
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