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Die Indianer, die die Cordillera bewohnen, heißen Pehuenches,ein Name, der sich von den Tannen*) herleitet, die daselbst in gro-ßer Menge Vorkommen. Sie sind äußerst rüstig und über allenBegriff gegen die Hitze und die Kälte abgehärtet, sie sind gleichtapfer und kühn, und die Bewohner des Thales fürchten sie. Ihregewöhnliche Nahrung ist Pferdefleisch und Tannenkerne, die dasGebirge im Ueberfluß hervorbringt. Sie säen keinerlei Saaten, undwenn sie Gemüse begehren, so tauschen sie solche von den Indianernder Ebene gegen Salz und Tannenkerne ein; sie treiben denselbenTauschhandel mit den Spaniern aus dem Gebiete der Cordillera.Sie besitzen äußerst reiche Salinen, die sich zwei Tagereisen weitvon Osten nach Süden erstrecken, ohne daß man in dieser Ausdeh-nung einen einzigen Tropfen süßen Wassers anträfe. Das Salz istsehr gesund, weiß wie Schnee und läßt sich leicht so fein als Mehlzerreiben. Die Weiber, die sehr arbeitsam sind, weben viele Ponchos,und die Männer verfertigen zu Zeiten, und gleichsam zur Erholung,Troge und andere Holzarbeiten. Diese Industrie ist die Frucht ihresVerkehrs mit den Spaniern. Die Tanne ist unter den wenigenBaumarten, welche die Cordillera hervorbringt, die vorzüglichste.Dieser Baum wächst bis zu der Höhe von 25 Varas chungefähr 75 Fuß)und seine Stärke ist seiner Höhe angemessen. Es ist zu glauben,daß, wenn man ihm nur einige Aufmerksamkeit schenkte, er alsSchiffsbauholz alle übrigen Holzarten übertreffen würde. Die Pe-huenches verkehren mit den Spaniern jenseits der Cordillera bisBuenos Apres. Sie führten ehemals Raubzüge durch die Pampasaus, plünderten die Reisenden, brachen in die geringer» Dörfer undAnsiedlungen der Spanier ein, mordeten die Männer und entführ-ten die Weiber und Kinder, die sie als Sklaven behandelten. DieMissionare haben einige dieser Unglücklichen losgekauft und befreit.Jetzt werden die Pehuenches durch die zwei Forts S. Juan undS. Carlos im Zaume gehalten, welche die aus Mendosa an ange-messenen Orten errichtet haben.