scher. Dis Geschichtsschreiber beziehen sich mit Zutrauen darauf,und cs ist in Chile, wo es für ein nationales Gedicht gilt, dasBuch, das am meisten gelesen wird.
Wir werden die Notizen, die wir dem Pater Alday, einemMissionar, der einen Theil seines Lebens unter diesen Völkern zuge-bracht hat, verdanken, als einen Nachtrag zu den Geschichtsschreibernvon Chile mittheilcn und nur noch Weniges erinnern.
Der letzte Vertrag zwischen den Spaniern und Indianern wardAnno 1773 geschlossen. Letztere unterhalten feit dieser Zeit einenResidenten beim Kapital»-General von Chile in San Jago, undder Friede hat ungestört bestanden. Laperouse scheint geflissentlichgetäuscht worden zu sein, um ihn oder die Gelehrten seiner Expe-dition von einer Exkursion ins Innere des Landes abzuhaltcn. Manspiegelte ihm einen Krieg vor, von dem die Geschichte nichts weiß.Man sagte uns, daß unter den jetzigen Umständen die Indianer treuan dem Könige von Spanien hingen und die Bergpässe gegen dievon BuenoS-Ayres besetzt hielten. Die direkte Kommunikation derKolonie mit dem Mutterlands, die sonst über die Cordillera beiMendoza, die Pampas und Buenoö-Ayres ging, ward zu unsererZeit über Lima und Carthagcna wiederhergestellt. Ein Parlament,feierliche Volksversammlung der Indianer, bei welchem spanischerSeits der Äapitain-General selbst erscheint, wo die Interessen beiderNationen erwogen und der Freundschaftsbund besiegelt wird, solltebinnen wenigen Wochen am gewohnten Grenzorte I-os anZeles ge-hasten werden, und es war uns schmerzlich, diese Gelegenheit zuverfehlen, die große Versammlung eines freien Volkes zu sehen, des-sen Geschichte, selbst von seinen Erbfeinden ausgezeichnet, an großenMännern und Thaten so reich erscheint.