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aufhörlich das Wort gegen mich, stets die größte Zuversicht an denTag legend, daß ich endlich, sei es auch nur, um ihn los zu werden,den Handel mit dem Schatten abschließen wurde. — Er war mireben so lästig als verhaßt. Ich konnte mich ordentlich vor ihm fürchten.Ich hatte mich von ihm abhängig gemacht. Er hielt mich, nachdemer mich in die Herrlichkeit der Welt, die ich floh, zurückgeführthatte. Ich mußte seine Beredsamkeit über mich ergehen laßen,und fühlte schier, er habe Recht. Ein Reicher muß in der Welteinen Schatten haben, und sobald ich den Stand behaupten wollte,den er mich wieder geltend zu machen verleitet hatte, war nur einAnsgang zu ersehen. Dieses aber stand bei nur fest, nachdem ichmeine Liebe hingeopfert, nachdem mir das Leben verblaßt war, wollt'ich meine Seele nicht, sei es um alle Schatten der Welt, dieserKreatur verschreiben. Ich wußte nicht, wie es enden sollte.
Wir saßen einst vor einer Höhle, welche die Fremden, die dasGebirg bereisen, zu besuchen pflegen. Man hört dort das Gebrauseunterirdischer Ströme aus ungemesscner Tiefe heraufschallen, undkein Grund scheint den Stein, den man hineinwirft, in seinemhallenden Fall aufzuhalten. Er malte mir, wie er öfters that, mitverschwenderischer Einbildungskraft und im schimmernden Reize derglänzendsten Farben, sorgfältig ausgeführte Bilder von dem, was ichin der Welt, kraft meines Seckels, ausführen würde, wenn ich erstmeinen Schatten wieder in meiner Gewalt hätte. Die Ellenbogenauf die Knice gestützt, hielt ich inein Gesicht in meinen Händenverborgen und hörte dem Falschen zu, das Herz zwiefach getheiltzwischen der Verführung und dem strengen Willen in mir. Ich konntebei solchem innerlichen Zwiespalt länger nicht ausdauern und begannden entscheidenden Kampf.
„Sie scheinen, mein Herr, zu vergessen, daß ich Ihnen zwarerlaubt habe, unter gewissen Bedingungen in meiner Begleitung zubleiben, daß ich mir aber meine völlige Freiheit Vorbehalten habe."— „Wenn Sie befehlen, so pack' ich ein." Die Drohung war ihmgeläufig. Ich schwieg; er setzte sich gleich daran, meinen Schatten wiederzusammenzurollen. Ich erblaßte, aber ich ließ es stumm geschehen.Es erfolgte ein langes Stillschweigen. Er nahm zuerst das Wort: