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habe, bis er selbst meine Spur verloren und vor Müdigkeit hinge-sunken sei; daß nachher, wie er mich nicht wieder finden gekonnt, er»ach Hanse zurückgekehrt, wo bald darauf der Pöbel, auf Rascal'sAnstiften, herangestürmt, die Fenster eingeschlagen und seine Zer-störungslust gebüßt. So hatten sie an ihrem Wohlthäter gehandelt.Meine Dienerschaft war auseinander geflohen. Die örtliche Polizeihatte mich als verdächtig aus der Stadt verwiesen, und mir eineFrist von vier und zwanzig Stunden festgesetzt, um deren Gebiet zuverlassen. Zu dem, was mir von Rascal's Reichthum und Ver-mählung bekannt war, wußte er noch Vieles hinzuzufügen. DieserBösewicht, von dem Alles ausgegangen, was hier gegen mich ge-schehen war, mußte von Anbeginn mein Geheimniß besessen haben,es schien, er habe, vom Golde angezogen, sich an mich zu drängengewußt, und schon in der ersten Zeit einen Schlüssel zu jenem Gold-schrank sich verschafft, wo er den Grund zu dein Vermögen gelegt,das noch zu vermehren er jetzt verschmähen konnte.
Das Alles erzählte mir Bendel unter häufigen Thränen, undweinte dann wieder vor Freuden, daß er mich wieder sah, mich wie-der hatte, und daß, nachdem er lang gezweifelt, wohin das Unglückmich gebracht haben möchte, er mich cs ruhig und gefaßt ertragensah. Denn solche Gestaltung hatte nun die Verzweiflung in mirgenommen. Ich sah mein Elend riesengroß, unwandelbar vor mir,ich hatte ihm meine Thränen ausgeweint, es konnte kein Geschreimehr aus meiner Brust pressen, ich trug ihm kalt und gleichgültigmein entblößtes Haupt entgegen.
„Bendel", Hub ich an, „Du weißt mein Loos. Nicht ohnefrüheres Verschulden trifft mich schwere Strafe. Du sollst längernicht, unschuldiger Alaun, Dein Schicksal an das meine binden, ichwill es nicht. Ich reite die Nacht noch fort, sattle mir ein Pferd,ich reite allein; Du bleibst, ich will's. Es müssen hier noch einigeKisten Goldes liegen, das behalte Du. Ich werde allein unstät inder Welt wandern; wann mir aber je eine heitere Stunde wiederlacht und das Glück mich versöhnt anblickt, dann will ich Deinergetreu gedenken, denn ich habe an Deiner getreuen Brust in schwe-ren, schmerzlichen Stunden geweint."