Nachlügen deiner Weisen Traumgebilde,
Dir, einen- Menschen, ich, ein Geist, zu nahen;
Gedanken, Worte, Menschentränme fassen »
Kein ähnlich Bild der ewig dir Verhüllten.
Doch Wahrheit, Wahrheit hast du dir bedungen;
Nun! was der Mensch vermag, sollst du erkennen:
Der Zweifel ist menschlichen Wissens Grenze, —
Ist furchtbar rächend deines Lebens Schlange.
Verzweifle, niedrer Erdcnwurin, den tieferIn seinen Staub zurück ich niedertrete;
Nicht heben darfst du jenen dunklen Schleier,
Es bringt die Zeit dir keine Blume mehr,
Und mir gehöret deine Ewigkeit.
So öffn' ich rächend dir der Wahrheit Schätze,
So zoll' ich dir den Preis, den du bedungen.
Faust (lm Begriff, sich niederznwerfen gegen die Seite,woher die Stimme des guten Geistes hallte, er-hebt sich rasch wieder und spricht).
Nein! niedsrknieen nicht vor dir, VerkünderDes siebenmal erfüllten schweren Fluches,
Der mir das Haupt umflammt, und nicht vor ihm.
Vernichtung heißt der Gott, den ich anrufe.
Ihr seid unmächtig, der VergangenheitIhr leicht erworb'nes Eigenthum zu rauben.
O könnt' ich wieder fluchen euch! o könnt' ichIn Menschenqualen euch verzagen seh'n,
Zn ew'gen Menschenqualen euch verzweifeln,
Und laut auflacheud gräßlich euch verhöhnen!
Fluch selber mir, daß ich ohnmächtig bin,
Daß nur ein leiser, eitler Laut der LippeEntbebet, in dem Winde zu verhallen!