Druckschrift 
2 (1864)
Entstehung
Seite
209
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Faust.

Es ist Erkennen mir das einz'ge Glück.

Guter Geist.

Die Hoffnung blüht dem Dulder, lern' entbehren.

Faust.

Sie welkte in der schwer erkrankten Brust.

Guter Geist.

Der Tugend Kranz umgrüne deine Locken.

Faust.

Auch diesen Kranz entriß der Zweifel mir.

Guter Geist.

Du willst, du willst, und deine Freuden welken.

Faust.

So wähl' ich denn, nicht frei, das eig'ne Weh'.

Guter Geist.

Faust! handle glaubend, wie du frei dich fühlest.

Faust.

Nein, nein! ich bin nicht frei, ich will's nicht sein.

Guter Geist.

So treffe denn die schwere Schuld den Frevler.

Faust.

Die schwere Schuld wälz' ich dem Schöpfer zu,Der mich zu hoch begabt, zu tief gedrückt,

Der feindlich mir den regen Geist gegeben. ^Guter Geist.

Und ihn zu bändigen, den Willen dir.

Des Rächers Rache trifft den schuld'gen Scheitel!

Faust.

Dich, Geist der frühen Rache, schrecklicher,

Der furchtbar ahndend nicht begang'ne Sünden,Gedanken nur des Herzens, angstumzischerid

II.

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