Druckschrift 
2 (1864)
Entstehung
Seite
208
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Ihr würdet Göttern gleich, wenn ihr die Frucht,

Die herrliche, zu kosten euch erkühntet,

Die euch der Vater streng verwehrt zu brechen,

Nicht Vater er, der neidische Tyrann!

Faust, Faust!

Dem kindlichen Menschen,

Die Freuden des Lebens,

Sie knospen ihm alle.

Er weilet, wo duftendDie Rosen ihm blühen,

Die Früchte ihm winken.

Geflügelten SchrittesLeicht hin über DornenZu schweben, zu eilen,

Gesellt' ihm der VaterDie holden Gefährten,

Den Glauben, die Hoffnung,

Treu ihm in wechselndem Glück.

Faust, Faust!

Es gab zu ahnden das UnendlicheDer Vater dir den Geist,

Gab, liebend anzubeten, dir das Herz:

Und, rechtend mit dem Vater, wagest du,

Vom Strahle seiner Liebe mild beschienen,

Zu fordern jene Frucht, des Todes Frucht.

Verschmäh', verschmäh' des Lebens Glück und Kronen,Und ringe nach der Gottheit fernem Ziele;

Des Rächers Rache trifft den schuld'gen Scheitel!

Faust.

Erschuf zu ausgesuchten Qualen michEin Gott des Hasses, den der Schmerz erfreut?

Guter Geist.

Das Glück umblühte deines Lebens Pfade.