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2 (1864)
Entstehung
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Böser Geist. (Eine Stimme zur Linken.)Dem ernsten, festen Willen wird gehorchet.

Du Sohn des Staubes, ihm entschwungen kühnUnd ähnlich unS, sprich dein Begehren aus.

Guter Geist. (Eine Stimme zur Rechten.)Faust! Faust!

Faust.

Auch du! Dir Hab' ich nicht gerufen, fleuch!Abschütteln will ich deiner Knechtschaft Joch,

Entfleuch! Nicht du, Unmächtiger, vermagstDen heißen Durst des Lechzenden zu stillen,

Die sturmgeschlag'nen Wellen zu besprechen.

Du lähmst den Flug mir, hebe dich von dannen!

Ich will ihn männlich fliegen und nicht zagen.

Ich wende mich von dir, ich folge dem;

Belehrung fordr' ich, Wahrheit und Erkenntniß.

Böser Geist.

Nicht menschlich sprichst du Worte hohen Sinnes.Hast du nnt Mannes Ernst mich hergebannt,

So schwöre mir den Preis zu deine Seele;

Und öffnen will ich dir der Wahrheit Schätze,

And was der Mensch vermag, sollst du erkennen.

Guter Geist.

Faust, Faust!

Den seligen MenschenGewährte der Vater,

Von allen den FrüchtenDes Gartens zu kosten;

Den seligen MenschenVerwehrte der VaterDie einzige Frucht.

Und listig schmeichelnd hob die Schlange sich: