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Ihr schmücktet mit der Binde mich hienieden,Ich werde nicht das Priesterthum entweih'n;Der Ernst, die Liebe wohnen mir im Busen,Und also schreit' ich zum Altar der Musen.
Ihr habet auf die Stufen dieser Halle
Als Wächter mich und Herold hingestellt;
Zum Feste des Gesanges lad' ich alle,
Die Einer Sprache Mutterlaut gesellt;
Herein, herein! das deutsche Lied erschalleVolltönig, kräftig in die ernste Welt;
Herein! du Meister mit der Lorbeer-Krone;
Du Jünger, der noch ringt nach gleichem Lohne.
Herein! du Jünger; zaud're nicht zu neigen
Dein lock'ges Haupt vor deinen Meistern hier;Dir ziemt vor ihnen Ehrfurcht wohl zu zeigen,Du ringst hinan zu ihrem Lichtrevier;
Und wehte nicht aus ihres Lorbeers ZweigenDes Gottes Schöpfcrathem erst zu dir?
Bin so wie du, obschon in grauen Haaren,
Ein Jünger nur; vertraue meinen Jahren.
Herein! du Dichterfürst in deinem Ruhme,
Und laß die Mächte deiner Lieder walten;Beschirme diese du im Heiligthume,
Dir ziemt die Jugend ehrenvoll zu halten;Wer weiß, ob nicht die erst erschloß'ue BlumeZur schönem Frucht sich werde noch entfalten?Du hast, wie sie, im niedern Wald verborgen,Gerungen und gestrebt an deinem Morgen.