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2 (1864)
Entstehung
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Dann bricht es aus in schauderhaftes Lachen;

Und bleich und zitternd stand davor der Maler;

Und weiter spricht es: nun? was willst du machen?Du wolltest Rath, und zitterst? Pfui! du Prahler!

Der uns von euch gesondert hält, der StrichIst, merkst du nun zu spät, doch nur ein schmaler.Mein Rath ist der: die Kirche, welche sichUm dich bewirbt, der Rath, das alte Weib,

Du hast es los, sie sind dir widerlich;

Dir bleibt die Kunst ein bess'rer Zeitvertreib,

Und als Maria minder auch behagtDas dumme Ding dir mit dem weichen Leib.Wohlan denn! nicht gejammert noch geklagt;

Du sollst schon, den du brauchest, an mir haben,Und wirst von keinem Frommen mehr geplagt.

Du malst, ich wuchre noch mit deinen Gaben,

Ein armes Nichts, ein bischen Höllendunst,

Ein Firniß, Aug' und Herz daran zu laben;Vor deinen Tafeln fällt die Welt in Brunst,

Mit Lorbeer krönt sie dich nach altem Brauch,

Und schreit: o Wunder! über deine Kunst.

Das Wunder, Schatz, bewirket nur ein Hauch,

Ein bloßer Hauch aus deines Knechtes Munde;

Ich bin ja, wie du weißt, ein Künstler auch.

Sei erst, du armer Schelm, mit mir im Bunde,

So schwillt dein Glück; du wirst es nicht bereuen,Denn viel vermag ich auf dem Erdenrunde.

So muß auch bald Maria dich erfreuen,

Und wirst in ihrem Arm du kalt und wüst,

Will ich zur Sünde dir die Kraft erneuen;

Und hast an ihr du deine Lust gebüßt,

Beschaff' ich And'res für den nächsten Morgen,

Denn erst durch Wechsel wird das Ding versüßt.