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Aber du, auf deinem Sterbepfühle.
Weh' mir! Still! — ich will ja, will ja leben,Schwelgend, taumelnd in das Leben tauchen,
Und vergessen dieser Schreckensstunde!
Beten will ich, bis die That geschehen,
Beten, daß zu Stein mein Herz erhärte.
Und die Hände ringend warf und weinendSich vor Gott der Arme; seine WorteQuollen schier verkehrt aus seinem LiefernBessern Herzen, und er schrie zu Gott auf:
Herr, barmherz'ger Gott, gieb Kraft mir Sünder,Kraft zu dulden, was du selbst verhängt hast,
Laß in Demuth mich mein Sicchthum tragen,
Aber nicht, in deinem Zorn, der UnschuldSchreiend Blut auf meine Seele laden.
Und vom Estrich sprang er auf verwandelt,
Lief den Gang hinab zu jener Kammer,
Rief und schrie und rüttelt' an der Thüre:
Meister, höre, Meister! — Der von innenGab die karge Antwort: Wartet, wartet!
Laß mich ein! schrie Heinrich; der dagegen:
Herr, geduldet euch, bald ist's geschehen.
Heinrich schrie: Halt ein! das Kind soll leben!
Stein und Messer ließ der Alte fallen,
Schloß die Thür auf; Heinrich's Blicke suchten,Trafen schnell die Jungfrau; als so schmählichEr die wonnigliche sah gebunden,
Weint' er laut und sprach: Laß gleich sie frei sein!Gottes Urtheil mag an mir geschehen,
Aber nicht soll diese für mich büßen.
Und die beiden lösten schnell das Mädchen.
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