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Er erbleichte vor den Muth des Kindes.
Lange stand er also, endlich wandt' erLangsam sich der Thüre zu, dem Siechen,
Was er jetzt erkundet, zu berichten.
Aber hastig trat ihm der entgegen,
Ihm zurufend: Meister, lieber Meister,
Bringst mir Leben, Leben und Genesung?Sprich es aus, erfreue meine Seele!
O der Sieche nur ermißt im Jammer-Ganz den Preis des vollen, frischen Lebens.
Ihm erwiderte gefaßt der Meister:
Tüchtig hat fürwahr dem blut'gen Dienste,Den zu deiner Heilung du ihr ansinnst,Wundersam! sich diese Maid bewahret.
Dir nun ziemt's gebietend zu entscheiden.
Aber mit verhülltem AngesichteAb sich kehrend winkte Heinrich: Schneide!Und der Meister wandte sich zu gehen;
Von der Schwelle schaut' er noch zurücke,
Aber nicht zurücke rief ihn jener.
Zu der Maid, die hoffend ungeduldigSeiner harrte und des bittern Todes,
Kam er, winkte, und sie folgte freudig.
Durch den Kreuzgang in ein heimlich ZimmerFührt' er sie hinein und schloß die Thür ab.
Nicht geheuer gleißte von den WändenRings befremdlich wundersam Geräthe;Rothbestrichen stand ein Tisch inmitten,Kettenwerk darauf und blanke Messer.