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1 (1864)
Entstehung
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354
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Kind, du redest, wie die Kinder reden,

Hast noch nicht den herben Tod geschauet,Überschwängliches versprichst du thöricht,

Laß den Leichtsinn, laß die Träume fahrenUnd verstör' uns müßig nicht die Nächte.

Und eS schwieg das Mägdlein, aber schlaflosBlieb sie über Nacht und stumm in TrauerTags darauf, bis sie zur Ruh' sich legten.Wieder troff der Regen ihrer AugenAuf der Alten Füße, sie erweckend.

Aufrecht sitzend sprach zu der BedrängtenSo die greise Mutter selbst in Thränen:

Sinnst Unseliges du uns zum Jammer?

Kind du meiner Schmerzen, die du solltestUnsers Alters Stab sein, und uns ehren,

Willst dein Heil verwirken, willst das LebenUns verleiden und das Herz uns brechen.

Dem entgegnete die fromme Tochter:

Lege Gott mir Worte auf die Lippen,

Die das Herz der theuren Eltern treffen.

Nicht mein Heil verwirken, nicht zum JammerWill ich euch, ihr Vielgeliebten, sterben;

Nicht auch red' ich kindisch, angeschauetHab' ich ernst den herben Tod, wie EinerNur vermag, dem noch das Leben lieb ist.Sterben muß doch auch, wer alt geworden;Aber schwer in Arbeit alt gewordenStirbt in Sünde mancher hin, ihm wäreBesser, war' er nie zur Welt'geboren.

Mir aus Gottes Hulden wird's zu Theile,

Um der Seele Heil in jungen Jahren