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Guter Ritter Heinrich von der Aue,
Blume du der Jugend und der Schöne,
Klarer Spiegel aller RittertuAend,
Schwert der Kraft und Rosenhag der Milde,Mund der Wahrheit, Fels der ächten Treue,
Der Bedrängten Schirm uird Hort, der FreundeEhrenschild und Banner, Heller Stern du,
O wie bist du, Heller Stern, gefallen!
Seine Geißel hat der Herr geschwungenlieber den Weltseligen, ergriffenHat ihn schmählich Leid, ihn hat der AussatzHeimgesucht, und ekelnd abgewendetHaben schnell sich, die an ihm gehangen.
Seht das Vorwerk dort am Waldesrande;Weltverlafsen hat der arme HeinrichDort beim Meier ein Asyl gefunden.
Und der Alte dienet ihm in Treuen,
Und die greise Mutter Pfleget seiner,
Und das Töchterlein, das er im Scherz oftSeine kleine Frau nennt, weiß gefällig,
Spielend, kosend, ihm des bitter» GramesWolken von der Stirne zu verscheuchen.
Also war das dritte Jahr dem DulderSchon verstrichen, und er saß in UnmuthDuster brütend, als der gute MeierIhm zuredend sprach die flüchtigen Worte:
Herr, ihr müsset dessen nicht verzagen;Giebt's zu Montpellier und zu SalernoJa der kunsterfahr'nen weisen MeisterViele noch, da sollt ihr Hülfe suchen.