DIE MEISTER JAHRE.
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einen ganz unfruchtbaren Boclen gefallen, dass es diesemvortrefflichen Fürsten gelungen war, die Bedenklichkei-ten Campe’s zu heben J ).
3. Die Meisterjalire.
Die alte Weifenstadt an der Oker war in der zwei-ten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ein Mittelpunkt fürkünstlerische und wissenschaftliche Bestrebungen gewor-den. Herzog Karl (f 1780) hatte, einen Gedanken desAbtes Jerusalem mit Lebhaftigkeit ergreifend, das Col-legium Carolinum gegründet, um die Lücke zwischen derniederen und hohen Schule auszufüllen. Von Jahr zuJahr wuchs der Ruhm der jungen Anstalt, für welcheman bedeutende Kräfte gewonnen hatte. Einen gewand-ten und unermüdlichen Curator besass dieselbe an Jeru-salem, geliebt von seinem Fürsten und vom Volk, be-rühmt als Redner, grösser noch als Mensch denn alsSchriftsteller. Von den übrigen Lehrern nennen wirGärtner, den witzigen, anregenden, geschmackvollenProfessor der Beredtsamkeit; Zachariä, Professor derschönen Wissenschaften, würdevoll, vielseitig gebildet;Ebert, den Professor der englischen Literatur, Klop-stock’s Freund, nicht frei von Sinnlichkeit und sentimen-
1 ) „Er (der Herzog) schenkt mir ein Canonicat und bittet mich, biszur Eröffnung desselben, ihm zu erlauben, dasselbe sogleich durch einePension von 400 Th. zu realisiren, ohne dass auch nur in der entfernte-sten Weise ein Dienstverhältnis daraus entstehe. Es soll, fügt er hinzu,nicht Besoldung, nicht Vergeltung sein, sondern man wünscht nur, dassSie meinen Beweis darin finden mögen, wie ungern wir Sie lange genugentbehrt haben.“