DIB WANDERJAHRE.
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der Pietät bestimmt ilm, einen Abstecher von dreizehnMeilen zu Pferde zu machen, um seine alte Mutter zuHolzminden zu besuchen. Der Weg dahin führt ihn nachDeensen, dem Orte seiner Geburt; mitWehmuth ruht seinBlick auf dem Kirchlein, in dem die Gebeine seines Va-ters ruhen, auf den Stätten, wo er den Traum der Jugendgeträumt. In Göttingen hat er ein kleines Rencontre miteinem Musensohn nach der Art von Zachariä’s Renom-misten. Ueber Kassel geht es dann bei erbärmlichem Wet-ter über Marburg und Giessen nach Frankfurt. „Manüberhäuft mich“ — schreibt er von hier am 29. Augustan seine Frau — „überall mit so vielen Freundschafts-und Liebeserweisungen, dass ich zuweilen in Versuchunggeratlie, zu glauben, dass man mich zum Besten habenwolle. Ehegestern, da ich nach Hanau reisen wollte, zogich wie der Rattenfänger von Hameln durch die Stadt,begleitet von einer ganzen Herde von Kindern aus denersten Häusern, die sich an mich hingen. Sie hattenunter sich den Vertrag gemacht, dass je zwei und zweimich an der Hand haben und dann zweien anderen Platzmachen sollten. Fünf Hofmeister gingen als Adjutantenneben her. So schleppten sie mich bis vor das Thor ineinen Garten, wo ich die Diligence erwarten sollte. Solche
und mit Epheu und Pappeln bepflanzen. Im Jahr 1788 erliess derSchauspieldirector Grossmann von Hannover aus ein Schreiben an diedeutschen Schaubühnen zum Zweck einer Benefizvorstellung für ein Denk-mal über Lessing’s Grabhügel: unter die Wenigen, die sich der Sachemit Wärme Annahmen, gehört Campe und seine treffliche Gattin, dieselbst einen Entwurf zu dem projectirten Denkmal zeichnete. Die Bühneund das Publicum blieben kalt, Deutschland schien seinen grossen Dichtervergessen zu haben. Campe hat dann Lessing’s Grab mit einem ein-fachen Sandstein bezeichnet, der es vor dem Vergessenwerden bewahrthat. Erst in diesen Tagen ist die alte Schuld abgetragen worden.
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