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Amos Komenius
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Kniee beugen und ihn fürchten lernen, möchte noch hingehen.Ebenso, daß Gott Speise und Trank ihnen giebt und die Gottlosenmit dem Tode bestrafe.^ Aber man lese das 10. Kap. derSchule der Kindheit: Schon im dritten Jahre sollen die Kinderaußer einigen kleinen Gebeten das Vaterunser lernen und morgensund abends beten. Vor Ablauf des Jahres den christlichenGlauben (!) lernen und morgens und abends hersagen. Im4. Jahre ist der Dekalog zu lernen und in Gegenwart desVaters oder der Mutter dreimal täglich aufmerksam herzusagen;sind sie dabei nicht andächtig, so sind die Kinder zuerst zuermahnen. Hilft das nicht, zu züchtigen oder bisweilen ihnendas Frühstück zu entziehen. Im 5. und 6. Lebensjahr wurdeder religiöse Stoff entsprechend vermehrt. Heißt das nicht gegenseine eigenen Grundsätze:Die Natur wartet bei ihren Werkenauf die passende Zeit" oderdie Natur überstürzt sich nicht,sondern geht langsam vorwärts" oder,die Natur treibt nichtsgewaltsam vorwärts als was, innerlich gereift, hervorzubrechentrachtet" verstoßen? Und wo bleibt sein Wahlspruch: oinuiaspouts Armut, absit violsutia rsdus?

Nicht minder übertrieben waren die Religionsübungen für-erwachsene Knaben in der Schule zu Patak. Nur einiges davon."Der Reihe nach beteten die Schüler die zahlreichen Gebete, welcheaus den Psalmen und anderen Seufzern der Heiligen zusammen-gestellt waren, mit frommer Geberde sprachen sie dieselben,wobei sie an nichts anderes als an Gott denken sollten,^ währendein Luther von sich gestand, daß er kein ganzes Vaterunsernnt Andacht beten könnte. In den täglichen Religionsstundenwurden selbstverständlich eine große Anzahl von Gedichten,Sprüchen und Liedern hergesagt. Keiner durfte sich vom Gesängegeistlicher Lieder in und außer Aer Schule ausschließen, damitdie Schüler es verständen, sich selbst zu lehren und zu ermahnenmit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern. Hat Jemand

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